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Unterwasserwelt in Spanien

Im Herbst 2005 habe ich mir auf meiner Dienstreise nach Japan eine neue kleine Digitalkamera gekauft - nur einen Tag, nachdem sie in Japan auf den Markt gekommen ist und durch den günstigen Wechselkurs des Yens auch noch einiges billiger als beispielsweise beim Mediamarkt in Ulm!

Die CASIO S600 ist nur wenig größer als eine Scheckkarte und nur ca. 22mm dick. Trotzdem bietet sie jede Menge Ausrüstung und Funktionen, wie z.B. 6 Megapixel Aufnahmechip, ein 3-fach Zoom, Anti-Verwackelungschip, verschiedene voreingestellte Programme für Sport, Party, Gegenlichtaufnahmen, usw. Die Bilder werden auf einer SD-Karte gespeichert und wenn man eine 1 GB Karte einsetzt, kann man mindestens 250 Bilder aufnehmen. Das wären dann immerhin soviel wie rund 7 herkömmliche Filme. Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Digitalkameras, den verschiedenen "Bugs" und den teilweise langen Auslösezeiten bin von dieser Kamera jetzt wirklich begeistert.

Seither nehme ich diese Kamera zu allen möglichen Gelegenheiten mit, wie zum Beispiel Abschlussbälle, Hochzeiten, Parties, aber auch einfach Urlaube. Alle Fotos unseres Fanø-Urlaubes 2006 habe ich mit dieser Kamera gemacht. Kurz vor unserem Spanienurlaub im Sommer 2006 habe ich irgendwo im Internet eine Information gefunden, dass Casio für verschiedene Kameras auch richtige Unterwassergehäuse anbietet. "Richtig" in dem Sinne, dass das Gehäuse nicht einfach nur eine wasserdichte Tüte ist.  Und da es diese Gehäuse dann auch für meine S600 gab, habe ich mir es kurzentschlossen bestellt, um es in den Urlaub nach Spanien mitzunehmen.

Wenige Tage vor Antritt der Spanienreise kam dann ein kleines Päckchen (die Kamera ist ja auch nicht gerade groß). Das Gehäuse ist sehr professionell hergestellt und verarbeitet und es sind wirklich alle (!) Knöpfe, Hebel und Tasten von aussen bedienbar. Egal ob Belichtung, "Best-Shot", Zoom oder Serienbildfunktion - alles ist nach Einbau der Kamera in das Gehäuse erreichbar. Laut Anleitung ist das Gehäuse bis in eine Tiefe von 40m einsetzbar - für meine Flachwasserschnorchelei also mehr als ausreichend.

Dieses Jahr hatten wir im Urlaub richtig Glück mit dem Wetter und den Wassertemperaturen. Im Vergleich zu früheren Jahren konnten die Kinder sehr lange im Wasser spielen, planschen, schwimmen und tauchen, ohne, dass ihnen gleich kalt wurde.

Am zweiten Urlaubstag habe ich dann die Kamera mit an den Strand genommen und im seichten Wasser erste Bilder gemacht. Sehr schnell habe ich dann festgestellt, dass

  • der Brechungsindex von Wasser dafür sorgt, dass selbst aus einem Weitwinkeobjektiv fast schon ein Teleobjektiv wird; d.h. um vernünftige Bilder zu bekommen, muss man sehr weit weg gehen oder ein noch größeres Weitwinkelobjektiv verwenden
  • Sonnencreme sehr schnell von den Händen auf die Kamera und auf die Linse übertragen wird und dann dadurch die Aufnahmen unbrauchbar werden
  • selbst kleine Wellen wirbeln Sand auf, der dann die Unterwassersicht beeinträchtigt
  • auch wenn das Wasser am frühen Morgen noch klar erscheint, sind viele kleine Schwebeteile im Wasser, die die Sicht sehr stark vermindern.

Abends habe ich die Bilder auf meinen Laptop überspielt. Die Bilanz nach dem ersten Tag war dann aber insgesamt sehr positiv. Weil ich eine Digitalkamera habe, kann ich nahezu unbegrenzt Bilder aufnehmen und am Abend die schlechten Aufnahmen aussortieren - einfach von der Speicherkarte löschen. Das Unterwassergehäuse erlaubt den Zugriff auf alle Funktionen, Knöpfe und Schalter der Kamera; somit kann ich auch nachträglich alle Einstellungen an der Kamera verändern, ohne das Gehäuse immer wieder zu öffnen - sogar unter Wasser.

Leider musste ich anhand der ersten Bilder auch feststellen, dass die Bilder, die ich direkt im Mittelmeer gemacht habe, nicht so gut sind. Die Wasserqualität ist doch schlechter als im Swimmingpool und durch die vielen Schwebestoffe werden die Bilder irgendwie griselig und flach.

Dafür sind die Bilder im Swimmingpool meiner Meinung nach fantastisch. Also wurde am nächsten Tag eine weitere Session am Pool eingelegt. Julian und Antonia, die sowieso den halben Nachmittag im Pool verbrachten, haben auch gerne mitgemacht. Auch Anja ließ sich gerne fotografieren. Aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre kann ich diese Bilder aber hier nicht zeigen.

An den folgenden Tagen habe ich dann noch weitere Bilder beim Schnorcheln an der Felsküste der Costa Brava gemacht. Um gute Aufnahmen zu machen, muss man allerdings sehr weit vom Bildobjekt weggehen, also recht tief tauchen. Und auch Aufnahmen von kleinen grünen Fischen vor dunkelgrünen Felsen machen sich später auf dem Bildschirm nicht mehr so gut.

Kurz vor Urlaubsende habe ich dann noch weitere Serien-Versuche gemacht. Die gesamte Familie war in die Stadt gegangen, aber die Kinder hatten nicht versäumt kurz zuvor noch sämtliche Schwimm- und Tauchutensilien in den Pool zu werfen. Dies brachte mich auf die Idee, ein Unterwasserstilleben aufzunehmen.

Zuerst habe ich versucht, die Flossen, Taucherbrillen und Enten zu arrangieren und dann ein Bild davon zu machen. Leider war aber doch soviel Eigenbewegung im Wasser, dass ich nie genau das Bild machen konnte, was ich mir vorgestellt und arrangiert hatte. Und irgendwie hat man unter Wasser auch nicht unbegrenzt Luft zum Atmen.

Als nächstes habe ich dann wieder die Serienbildfunktion der S600 eingeschaltet. Danach bin ich dann langsam an den Flossen vorbeigeschwommen und die Kamera hat etwa jede Sekunde ein Bild gemacht. Da ich Digitalbilder mache, die ich sofort nach der Aufnahme kontrollieren kann und ausserdem die Speicherkarte mindestens 150 Bilder speichern kann, kann ich erstmal sehr viele Bilder machen, aus denen ich dann später am Laptop die besten heraussuchen kann. Die Herausforderung ist dann eigentlich nur noch, wirklich alle überflüssigen Bilder zu löschen.

Weitere interessante Effekte ergeben sich abhängig von der Belichtungssituation und/oder Bewegung im Wasser. An diesem Nachmittag hatten wir ausnahmsweise einige Wolken am Himmel. Ich habe den Einfluß eines bedeckten Himmels eigentlich erst am Laptop richtig erkannt.

Die schönen Effekte einer bewegten Wasseroberfläche machen meiner Meinung nach einen großen Teil des visuellen Wirkung der Unterwasserbilder aus.