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Vorbildgetreuer Bell 47 GII Hubschrauber von Vario

Die Bell 47 ist ein leichter zwei- oder dreisitziger Hubschrauber, dessen Varianten seit seinem Erstflug im Jahre 1946 bis in die 1980er Jahre und darüber hinaus weltweit anzutreffen waren. Während sein "Konkurrent" Hiller UH-12 fast ausschließlich bei den US-Streitkräften Verwendung fand, wurde das Modell 47 von Bell auch in verschiedenen Zivilversionen gebaut und erfolgreich verkauft. Dennoch fand ein großer Teil der Produktion auch militärische Verwendung, ein bekannter Kriegsschauplatz war z.B. der Koreakrieg, bekannt auch durch die Fernsehserie M*A*S*H. 

Die Bell 47 war der erste zivile Hubschrauber, der die Flugzulassung in den USA erhielt.

Die Entwicklung der Bell 47 geht auf das auf das Modell 30 zurück, dessen Erstflug bereits im Juni 1943 stattfand. Modell 30 war der erste Hubschrauber, der von Bell entwickelt und gebaut worden war. Dieses Baumuster wies bereits die Merkmale der folgenden Typen auf: Der Zweiblattrotor mit zyklischer Blattverstellung und rechtwinklig zu den Rotorblättern angeordneten Stabilisatoren sowie die nur teilweise verkleidete Gitterrohrkonstruktion.

Nach dem Erstflug des Prototyps am 8. Dezember 1945 begann die Fertigung der ersten Serienversion 1946. Die Bell 47A war eine Militärversion, die als YR-13 an die US Air Force ging und als HTL-1 bei der US Navy Verwendung fand. Nahezu zeitgleich wurde bereits die 47B produziert, eine Zivilversion des Hubschraubers. Weiterhin wurde mit einer fünfsitzigen Variante experimentiert, dem Modell 42, welche aber nicht in Serie ging.

Die erste Ausführung mit dem bekannten Plexiglas-Cockpit (scherzhaft als "Goldfischglas" bezeichnet) war die Bell 47D. Die D war der erste von Bell in Großserie für militärische Zwecke produzierte Hubschrauber. Bei der US Army bekam diese Ausführung die militärische Bezeichnung H-13B bzw. in einem Fall YH-13C, bei der Marine lief er als HTL-2. Der YH-13C des Heeres war ein Vorserienmuster einer Ambulanzausführung; später sollten einige H-13B zum endgültigen H-13C-Ambulanzhelikopter umgebaut werden.

Weitere Versionen folgten. Bei der 47J "Ranger" war der Rumpf erstmals vollständig verkleidet, die 47G war mit neuem Motor und zusätzlichen Kraftstofftanks zusammen mit ihren Unterversionen das erfolgreichste Exemplar der 47-Modellreihe.

In Europa wurde die Bell 47 sowohl von Agusta (Italien) als auch von Westland (Großbritannien) in Lizenz gebaut. So wurde sie zu einem der am weitesten verbreiteten Hubschrauber der Welt. In der deutschen Bundeswehr flogen bis Mitte der 1970er Jahre noch insgesamt 45 Stück der Bell 47G-2 "Sioux" bzw. Agusta/Bell AB 47G-2.

Meine eigene Bell 47

Schon kurz, nachdem ich mit dem Modellhubschrauberfliegen angefangen hatte, sah ich ein interessantes Angebot auf ebay. Und obwohl ich auch jetzt immer wieder sagen würde, dass man gerade als Anfänger keinen kompletten Hubschrauber unbesehen auf ebay kaufen sollte, habe ich mitgesteigert, ihn zum Anfangspreis gekauft und eine knappe Woche später in München abgeholt.

Der Hubschrauber war schon geflogen, aber trotzdem in einem sehr guten Zustand und wurde mit neuem Webra Motor 75AAR, Vario-Mechanik, aber ohne Servos und Fernsteuerungskomponenten angeboten.

Ich kannte diesen Hubschrauber aus dem Film M*A*S*H. Wenn man sich für Hubschrauber nicht interessiert, dann fällt einem dieser Hubschrauber vielleicht nicht auf. Aber schon im Titel jeder Folge kommt der Hubschrauber angeflogen und die ?rzte und Schwestern laufen zum Hubschrauber, um verletzte Soldaten abzuholen. MASH ist übrigens die Abkürzung für "Mobile Army Surgical Hospital".

Das Modell, welches ich ersteigert habe, hat eine andere Lackierung. Das hat aber unter anderem den Vorteil, dass man es im Flug wesentlich besser erkennen kann, als zum Beispiel einen oliv-grüner Hubschrauber vor einem grünen Wald...

Als erstes habe ich versucht, die Mechanik zum Laufen zu bringen. Dazu habe ich den üblichen Variovorbau montiert, der bei der Bell 47 natürlich zugunsten des vorbildgtreuen Cockpits entfällt. Mit diesem eigenartigen, auf zwei grosse Holzblöcke montierten Gebilde bin ich dann auf unseren Modellflugplatz gefahren, um den Motor und den Vergaser von unserem Einlaufspezialisten Harry einstellen zu lassen. Eigentlich wollte ich dabei von ihm lernen, wie man das macht. Aber wie bei allen Spezialisten hat Harry hier gedreht und dann da gedreht, etwas gemurmelt, wieder etwas verstellt, bis er dann am Ende sagte: "So, jetzt müsste es passen".

Eigene Umbauten

Nachdem also die Mechanik mit Motor einsatz bereit waren, habe ich das Ganze dann wieder in den Gitterrohrrumpf eingebaut. Da ich noch nicht so firm mit dem vorbildgetreuen Aussehen der Bell 47 war, dachte ich, dass der Hubschrauber so wie ich ihn vom Vorbesitzer übernommen hatte, einigermaßengut einem Vorbild enspricht.

Durch den Hinweis einiger amerikanischer Heli-Freunde aus dem Internetforum scalerchelis.com bin ich darauf aufmerksam geworden, dass doch noch einige Teile nicht so richtig dem Vorbild entsprachen. Das war zum einen das Standard-Landegestell, welches bei jedem Vario Baukasten dabei ist. Wenn man sich dieses Landegestell anschaut, hat man den Eindruck, dass es von einem "Grobmotoriger" zusammengebaut wurde. Natürlich gibt es in der Vario-"Apotheke" auch eine aufwendigeres, vorbildgetreues und sehr filigranes Landegestell, welches ich dann kaufte und danach mit schwarzem Lack pulverbeschichten ließ.

Zum anderen war da das rote Trittbett auf beiden Seiten der Pilotenkanzel, welches so gar nicht dem Vorbild entsprach (man kann es auf den oberen Bildern sehr schön sehen). Eigentlich hätte ich es einfach entfernen können; der Haken war nur, dass in dem Kasten auf der rechten Seite auch die Empfangsanlage untergebracht war. Also musste ich nach einer anderen Möglichkeit suchen. Der Raum unter dem Cockpitfussboden war bereits durch die Batterien für den Empfänger, die Beleuchtung und die Beleuchtungselektronik belegt.

Nach einiger Zeit kam ich dann auf die Idee, von innen ein Loch in einen der Sprühmitteltanks auf der linken Seite zu dremeln, und den Empfänger dort unterzubringen. Das hat dann auch sehr gut geklappt, die Befestigung des Empfängers ist zwar recht aufwendig und man merkt sehr schnell, dass man die Servosstecker lieber nicht noch einmal umsteckt; aber dafür brauche ich den roten Kasten nicht mehr und der Hubschrauber sieht noch schöner aus.

Einiges Kopfzerbrechen macht mir noch die Tankanlage. Bei meinem Modell der der Bell 47GII sind zwei kleine Tanks auf beiden Seiten des Hubschraubers angebracht - genau wie beim grossen Vorbild. Leider kann man die Tanks und insbesondere den Füllstand mit Methanol von aussen nicht erkennen - somit kann ich weder beim Tanken erkennen, wann der Tank voll ist, noch beim Fliegen, wann es Zeit wäre, zu landen. Hier bin ich also auf Erfahrungen aus der Praxis angewiesen.

Der Vorbesitzer hat den Hubschrauber mit einigen sehr schönen Details ausgestattet. Das ist zum einen das Cockpit, bei welchem alle Instrumente mit schönen Bildern nachgebildet sind. Der Pilot kann den Steuerknüppel betätigen und sich beim Einsteigen auf die Trittstufe stellen (dieses Detail habe ich allerdings schon mehrfach verflucht, wenn ich es mal wieder beim Abstellen des Modells im Keller abgerissen habe...).

Zwischendurch habe ich noch versucht, die vorbildgetreuen Sicherheitsgurte von Vario an den Sitzen zu befestigen, aber da das Cockpit mit Schrauben durch die Sitze am Rest der Mechanik befestigt ist, hätte ich diese Gurte bei jeder Wartungsarbeit wieder demontieren müssen. Daher ist der Pilot jetzt einfach nur mit einem Kabelbinder befestigt.

Dann sind da die vielen Lampen und Birnchen, die beim Modell eingebaut sind. Zur vollen Wirkung kommen dieses Lichter wohl erst, wenn ich einmal bei Dunkelheit fliegen werde, aber auch schon im Stand sieht es sehr beeindruckend aus. Angefangen bei einem Suchscheinwerfer auf der Unterseite des Cockpits, über das rote Blitzlicht auf der Oberseite des Rumpfes, bis zu den grünen und roten Positionsleuchten in den Höhenleitwerken am Rumpfende.

Das absolute I-Tüpfelchen ist aber die Karte, die der Pilot vorsichtshalber mitgenommen hat. Sie steckt zusammengefaltet neben der Instrumenkonsole. Wenn man sie herausholt und anschaut, dann erkennt man einwandfrei eine Karte der weiteren Umgebung von Ulm bis nach Augsburg!

Weitere Infos auf malle-land.de Weitere Informationen im Internet

Schlüter Cobra

Bell Twinjet
Bericht über die Restaurierung einer vorbildgetreuen Bell 212 von Graupner

3DNT

Vario Helicopter
Homepage des Herstellers des Bausatzes



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