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28. Februar 2014

Sauls Naval Barrage Kite

Der Sauls Naval Barrage Kite ist ein großer Kastendrachen, der durch seinen Einsatz im zweiten Weltkrieg zur Flugabwehr bei Schiffskonvoys bekannt wurde. Das ist einer der wirklich imposanten Drachen, die mir in meiner Sammlung noch fehlten.

Angesichts der Entwicklung und der Verwendung im zweiten Weltkrieg, kann man sich sehr leicht vorstellen, wie stabil diese Drachen im Allgemeinen fliegen. Wann immer ich einen dieser großen Drachen auf einem Drachenfest gesehen habe - sie standen immer wie angenagelt am Himmel.

Der Drachen ist an sich sehr einfach aufgebaut und daher auch sehr schnell gebaut. Bei meinem Drachen habe ich aber alle Verstärkungen aus Dacron ausgeschnitten und die Enden noch einmal speziell verstärkt, wodurch sich die Bauzeit dann etwas verlängert hat.

Das Entscheidende an diesem Drachen sind die Verbinder. An diesen Verbindern kommen immer die diagonalen Spreizen zusammen und müssen gegenüber den Längsstangen fixiert werden. Diese Verbinder kann man ganz einfach und billig über jeweils zwei Schlauchstücke realisieren, oder man kauft fertige Verbinder aus Aluminium oder Kunststoff. Die zweite Lösung ist dann schon deutlich teurer; ein Satz Verbinder aus Aluminium kostet etwa 95 EUR.

Die nächste Kostenfrage muss bei der Auswahl des Gestänges beantwortet werden: Holz oder CfK? Holz bricht sehr viel schneller und kann sich eventuell bei feuchtem Klima, wie man es eben an der See häufig hat, ausdehnen. Dann besteht die Gefahr, dass man die Stäbe nich mehr aus den Verbindern bekommt. Dafür kostet Holz nur einen Bruchteil der zweiten Lösung.

Kohlefaserverstärkte Kunststoffrohre sind für einen solchen Drachen natürlich optimal, kosten bei einem Sauls Drachen dieser Größe mit 10mm Durchmesser aber gerne > 300 EUR.

Irgendwann gab es einmal eine Akion im Drachenforum, bei der jemand die Verbinder aus Aluminium 50mal hergestellt hat, und damals hatte ich mir einen Satz "geleistet" (und dieser Satz lag dann viele Jahre auf meiner Werkbank...). Da ich aber nicht soviel Geld für das Gestänge ausgeben wollte, habe ich mich in diesem Fall dann für die billigere Variante mit den Holzstangen entschieden.

Neben dem Ausschneiden und Zusammennähen, war in diesem Fall die aufwändigste Arbeit die Einstellung der richtigen Länge der Stäbe und der verschiedenen Spannschnüre. Wenn das einmal richtig gemacht wurde, dann ist danach alles ganz einfach. Waage in die Flugschnur einhängen, dann am besten einen Start mit einem Helfer an der lang ausgelegten Flugleine machen und... Staunen. Der Sauls Drachen steigt wie in einem Fahrstuhl mit einem lauten Gedröhne bis auf eine sehr steile Flughöhe, um dann dort wie angenagelt stehen zu bleiben.

Ich habe mir das Holz-Gestänge für ein zweites Exemplar schon gekauft, diesmal werden es Verbinder aus Gummischlauch - wenn ich doch nur die Zeit hätte. Auffällig ist ausserdem, dass der Drachen durch die vielen Gestänge auch zusammengepackt eben doch ziemlich viel Platz einnimmt, vom Gewicht mal ganz abgesehen.