Bernhard
Bernhard » Logo 10 »   Impressum
Bilder und so
Hochzeitsdrachen
Herzklopfen
Doppeldecker
A400M Erstflug
Webseiten
Hubschrauber Bilder
Harrys CH-53
Stabio 2005
Drachen
Double Parasled
Indische Fahne
Sauls Drachen
Bow Kite
Pterosaurier
Superfliege
15m Octopus
Windbogen
Feuersalamander
Bauplan: Starflake
Bauplan: Seabird
Bauplan: Seven-Sisters

Sprache/Language

Wiederanfang mit dem Logo 10

Seit 2001 fliege und baue ich Modellhubschrauber. Angefangen hat es aber bereits 1986, damals noch als Maschinenbaustudent. Und schon davor hatte ich mir häufig die Prospekte von Dieter Schlüter besorgt. Leider hat damals nie das Geld gereicht. Aber langsam habe ich mir in verschiedenen Schritten alle Komponenten zusammengekauft, bzw. schenken lassen. Zum Vordiplom 1984 bekam ich von meinen Eltern eine Fernsteueranlage geschenkt, Robbe Supra FM. Diese Fernsteueranlage habe ich dann als erstes verwendet, um einen Segler zu steuern; dies ging dann im Prinzip bis zu dem Augenblick gut, als mein lieber Bruder die Steuerung des Seglers übernahm - aber das ist eine andere Geschichte... Und etliche Monate später hatte ich dann das nötige Kleingeld gespart, um mir einen gebrauchten Graupner Helimax 60, einen Motor und alle anderen notwendigen Komponenten zu kaufen.

 

Leider ist dieser Hubschrauber, obwohl fertig zusammengebaut, dann nie geflogen. Ohne Auto, Versicherung und das nötige Kleingeld für Reparaturen, stand der Helimax meistens nur im Keller, ist mehrere Male brav umgezogen und dann aber schließlich 2002 doch verschrottet worden.

Der Wiedereinstieg

2001 habe ich dann beim Stöbern im Internet herausgefunden, dass es mittlerweile richtig brauchbare Simulatoren für den PC gab. Die notwendige Investition in den Reflex-Simulator und eine auch für richtige Modellhubschrauber brauchbare Fernsteuerung (Robbe FC-16) erschien mir gerechtfertigt, um einfach mal auszuprobieren, ob das Modellhubschrauberfliegen das Richtige für mich wäre. Nur drei Monate später und nach vielem Üben war dann klar, ein richtiger Hubschrauber muss her. Es war mal wieder Weihnachten, und so bekam ich freundlicherweise einen Logo10 Baukasten von meinen Eltern geschenkt.

 

Kurz vor Weihnachten machte ich noch einen Besuch bei einem anderen Modellhubschrauberflieger aus dem Nachbarort Einsingen, der mich vollends von dem neuen Hobby überzeugte. Rainer Soritsch hatte mich am 23. Dezember eingeladen und obwohl die Schwiegereltern schon zum Weihnachtsbesuch eingetroffen waren,  und Anja auch etwas genervt war, schaffte ich es für ca. zwei Stunden zu Rainer zu fahren. Ich hatte davor noch nie einen Elektrohubschrauber gesehen. Und als dann Rainer den Logo mit nach draußen nahm, Fernsteuerung einschaltete, einfach den Akku ansteckte und seinen Logo20 vor mir Schweben ließ, war ich restlos begeistert. Und das ohne Lärm, mitten im Wohngebiet und den parkenden Autos. Zwischendurch kam ein Anwohner mit dem Auto angefahren, Rainer ließ den Logo20 für kurze Zeit etwas höher schweben und alles verlief völlig problemlos.  Super!

 

Schweren Herzens schaffte ich es dann sogar, bis zum 24. Dezember mit dem Auspacken zu warten, aber dann habe ich noch am Weihnachtsabend mit dem Aufbau begonnen.

Ferien-Frust

Innerhalb weniger Tage war mein neuer Hubschrauber also aufgebaut, es fehlte nur noch die Montage des Reglers und des Motors. Schnell kaufte ich noch für sündhaft teures Geld eine Akkustange, damit ich auch sicher über die weiteren Feiertage zum Jungfernflug kommen würde.

 

Als es dann an den Einbau und den Abgleich des Reglers ging, schlug der elektrostatische Fehlerteufel zu. Bei der Programmierung des Reglers zur Festlegung der korrekten Drehrichtung des Hauptrotors machte der Regler, bzw. der Motor dann plötzlich keinerlei Bewegung mehr. Alles Überprüfen des Reglers, der Verkabelung, Empfängerakkus, Fernsteuerung usw. nützte nichts - der Motor wollte sich nicht mehr bewegen. Wie ich später aus der Mitteilung des Herstellers Kontronik erfuhr, muss der Regler durch eine statische Aufladung zerstört worden sein. Glücklicherweise war das bis jetzt der einzige Vorfall mit statischer Aufladung - andere Elektrohubschrauberpiloten erwischt es viel schlimmer und ausdauernd.

 

Alles kein Problem, dachte ich, schickte den Regler zu meinem Händler ein - und dann passierte eine ganze Weile nichts mehr. Leider haben viele Hersteller die "Unsitte", nach dem anstrengenden Weihnachtsgeschäft erst einmal Jahresurlaub zu machen. Das hieß für mich dann: weitere zwei Wochen warten.  Zwischendurch wurde es auch noch richtig kalt und es schneite in Ulm, sodass ich realistisch gesehen in der Zwischenzeit sowieso nicht zum Fliegen gekommen wäre.

Logo 10 Jungfernflug

Mitte Januar (23.?) war es dann aber doch endlich soweit: Jungfernflug. Mit ziemlich wackeligen Knien und an einem eigentlich nicht so wirklich gut geeignetem Tag bin ich mit meinem Hubschrauber dann in der Nähe unseres Hauses auf eine Wiese gegangen. Vor dem Start wurde natürlich alles sorgfältig kontrolliert, ich wäre vermutlich auch nicht sehr traurig gewesen, wenn ich doch noch eine Störung gefunden hätte. Aber dann half alles nichts mehr - Schieberegler hoch schieben und langsam die Motordrehzahl steigern.

 

Anja hat mich glücklicherweise begleitet und diesen wahrlich historischen Tag auf Bildern festgehalten.

Erste Erkenntnisse

Der Jungfernflug verlief eigentlich besser als befürchtet. Der Logo 10 Hubschrauber ist ein wirklich gutmütiger Hubschrauber, den ich ohne Probleme mehrere Male zum Schweben brachte. Eigentlich waren es nur kleine kontrollierte Hüpfer, aber für den Anfang war ich doch zufrieden. Das Wetter war nicht besonders gut geeignet - es wehte ein ganz schwacher Wind, der den Hubschrauber dann immer wieder auf mich zu treiben ließ.

 

Verglichen mit meinen Simulatorerfahrungen war die Steuerung ziemlich träge und um überhaupt erkennbare Auswirkungen am Hubschrauber zu erzielen, waren riesige Knüppelausschläge am Senderpult erforderlich.

 

Die genauere Analyse brachte dann folgendes Ergebnis: die Hauptrotordrehzahl betrug gerade mal schlappe 1300 U/min - später bin ich dann immer mit mindestens 1500, meistens sogar 1600 bis 1700 U/min geflogen.

 

Einmal, und das ist auf den Bildern auch gut erkennbar, konnte ich den Logo 10 dann gerade noch rechtzeitig auf dem Boden absetzen, bevor er von der Strasse runter in den Graben geweht worden wäre.

Das Ende

Nach zwei Jahren habe ich den Logo 10 dann an meinen Freund Rolf verkauft. Dort fristet er mittlerweile ein trostloses Leben in einem Keller in Kärnten :-((

 

Trotzdem kann ich den Logo 10 jedem Anfänger wärmstens empfehlen. Der Hubschrauber ist völlig problemlos im Aufbau, fliegt sehr stabil ohne irgendwelche Eigenarten, die Reparaturkosten halten sich in Grenzen, es gibt bei vielen Händlern die notwendigen Ersatzteile und mit den mittlerweile verfügbaren Lipo-Batterien sind auch die Flugeigenschaften und die Flugdauer auf höchstem Niveau.

 

Noch während ich den Logo 10 flog, habe ich meinem Freund Rolf einen Graupner Uni-Hubschrauber-Trainer abgekauft. Im Gegensatz zu dem Logo 10 bin ich mit diesem Hubschrauber aber nie "richtig warm" geworden. Mir passten die Flugeigenschaften einfach nicht. Der nächste richtige Hubschrauber, mit dem ich dann weiter trainiert habe, war und ist immer noch der 3DNT.

Weitere Infos auf malle-land.de Weitere Informationen im Internet

3DNT

MP-E
Der elektrische Nachfolger

MP-V50

Mikado
Homepage des Herstellers des Logo 10



Ich bin nicht verantwortlich für den Inhalt externer Internet-Seiten