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3DMP-E

Nachdem ich fast zwei Jahre lang keinen Elektrohubschrauber mehr hatte, habe ich mir im Jahr 2004 doch wieder einen Hubschrauber mit Elektroantrieb gekauft. Ausschlaggebend war ein Erlebnis im Sommer auf unserem Vereinsgelände. An einem sehr schönen, aber doch windigen und böigen Samstag hatten wir auf unserem Modellflugplatz gegrillt. An diesem Wochenende waren auch Freunde aus Heidelberg und Oberursel zu Besuch. Wie man es doch häufig im Sommer erlebt, flaute der Wind dann am Abend plötzlich merklich ab. Obwohl es doch schon spät war, war es noch hell genug, um problemlos Hubschrauber zu fliegen.

 

Also packte ich noch schnell meinen 3DNT aus, tankte auf, hing meine Frequenzmarke vorschriftsmäßig an die Tafel, startete den Motor und wollte den Hubschrauber auf das Flugfeld tragen. Außer mir waren alle anderen Piloten noch eifrig beim Grillen und ich hatte im Prinzip den "ganzen Himmel" nur für mich allein.

 

Leider klopfte mir in diesem Augenblick unser Flugleiter auf die Schulter und wies mich darauf hin, dass es schon nach 20:00h war. Auf unserem Flugplatz ist das Fliegen mit Verbrennermodellen auch im Sommer nur bis acht Uhr gestattet - elektrisch angetriebene Modelle dürfen bis Sonnenuntergang fliegen, egal ob Segler, Motorflugzeug oder Hubschrauber. Ich hätte heulen können. Aber es nützte alles nichts und so packte ich meinen 3DNT wieder ein.

 

Glücklicherweise hatte dieses Jahr Jan Henseleit einen neuen kleineren Hubschrauber auf den Markt gebracht - den 3DMP. Jan hatte den Hubschrauber gleich von Anfang konsequent auf den Einsatz der neuen Akkutechnologie (Lipos) sowie moderner bürstenloser Motoren ausgelegt.

Der Zusatz "MP" im Namen des Hubschraubers soll für "Modular Power" stehen. Der Hubschrauber ist so konstruiert, dass er im Wesentlichen aus zwei Modulen aufgebaut ist. Das eine Modul besteht aus dem Hauptrotorkopf, der Übersetzung, dem Heckrohr, der Empfängerbox und dem Heckrotor; im zweiten Modul wird der Antrieb untergebracht.

 

Diese beiden Module werden nur durch acht Schrauben miteinander verbunden. Und wenn man einmal von den Servokabeln absieht, dann könnte man das Antriebsmodul an diesem Hubschrauber binnen weniger Minuten austauschen. Allerdings sieht die Realität vermutlich anders aus - wer will schon im Ernst auf dem Flugplatz acht kleine Schrauben aufdrehen und möglicherweise im tiefen Gras verlieren? Aber immerhin ist der 3DMP der erste Hubschrauber der konsequent von Anfang an auf den Antrieb durch wahlweise entweder Elektro- oder Verbrennungsmotor vorgesehen ist.

 

Als Jan dieses Hubschraubermodell 2004 zum ersten Mal auf Hubschraubermeetings vorstellte, war es schon eine kleine Sensation. Am liebsten ließ Jan den Hubschrauber nach dem Erreichen der Solldrehzahl der Rotorblätter durch "reißen" am Pitchknüppel in Sekundenschnelle auf schwindelerregende Höhen steigen. Und obwohl Jan Lipo-Akkus verwendete, reichte diese nur für eine Flugzeit von gut sechs Minuten. Und wie Jan nach jedem Flug stolz erzählte, waren die Akkus nach dem Flug immer so warm, dass man sich die Finger verbrennen konnte. Ich vermute, dass dieser Akkusatz (wegen dieser Spezialbehandlung) nicht länger als 20 Flüge gehalten hat. 

3DMP Vorführung in St. Johann / Tirol

Am 2. Mai 2004 hat Jan Henseleit seinen neuen 3D-MP Hubschrauber zum zweiten Mal öffentlich vorgestellt. Obwohl man von Ulm bis St. Johann/Tirol doch etwa 3,5 Stunden mit dem Auto braucht, haben Martin und ich uns diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Neben vielen anderen guten Hubschraubervorführungen waren Jans Flüge mit dem stärksten bis dato bekannten Elektrohubschrauber mit Sicherheit der Höhepunkt dieses Helitreffens (zumindest aus unserer Sicht).

 

Auf dem oberen Bild kann man übrigens ganz links die weiß-rote Haube sehen, mit der Jan seine ersten Flüge in der ?ffentlichkeit gemacht hat. Interessanterweise wurden schon recht schnell nach der ersten Vorführung die Form und das Design der Haube von einigen anderen (kleinen) Herstellern kopiert und ist jetzt fast schon ein Markenzeichen für sich. Viele Hauben für kleinere Elektrohubschrauber werden mittlerweile als "MP-Haube" verkauft...

 

Auf den drei Bildern sieht man Details des neuen Hubschraubers. Am schönsten finde ich aber das untere Bild, auf dem Jan (auf dem Foto rechts mit den Händen in den Taschen) seine neue Kreation gerade dem Hubschrauber-Altmeister Uli Streich (Vario Hubschrauber, links in der Mitte) erklärt.

 

Nach den ersten öffentlichen Vorführungen hat sich die Auslieferung der ersten Bausätze an die Kunden dann noch bis in den Herbst 2004 verzögert. Dies lag mit Sicherheit auch an der Tatsache, dass Jan nach den Testflügen die Auslegung seines Elektrohubschraubers entscheidend geändert hat.

Motorenauslegung im MP-E

Seit der Nutzung der Lipo-Akkus für Modellhubschrauber hat sich die Auslegung der Motoren grundlegend geändert. Während beim Eco8 noch 8 NiCd-Zellen (ca. 10V) eingesetzt wurde, waren es beim Logo10 schon 12-14 (ca. 15-18V) und beim Joker sogar 32 Zellen (ca. 40V). Beim MP-E hat Jan anfänglich 5s und 6s-Akkus (ca. 20-25V) eingesetzt. Nach einiger Zeit hat er dann aber erkannt, dass es für die Batterien und den elektronischen Regler wesentlich schonender ist, wenn man noch mehr Lipos in Serie schaltet und dadurch höhere Spannungen erreicht. Durch die höhere Spannung fließen bei gleicher Leistung entsprechend geringere Ströme und dadurch werden die Lipo-Akkus deutlich entlastet und auch der Regler produziert weniger Verlustwärme.

 

Jan bietet zum MP-E auch eine passende Regler-Motor-Akku Kombination an. Diese Kombination ist aber sehr stark auf hohe Leistung ausgelegt und nicht so sehr auf Flugdauer. Mit Jans Akku (10s5p, ca. 41V) kann max. 10 Minuten mit voller Leistung und entsprechender Kopfdrehzahl fliegen. Da ich diese hohe Leistung in der Regel nicht brauche, habe ich mich für eine andere Auslegung entschieden. So verwende ich einen etwas schneller drehenden Motor, aber dafür nur einen 8s3p Akku (ca. 32V), sodass ich auf insgesamt zweimal gut 8min Flugzeit komme. 

 

Der MP-E verfügt über fast identische Flugeigenschaften wie mein 3DNT. Die Steuerung ist genauso direkt, die erreichte Geschwindigkeit subjektiv genauso hoch wie beim NT. Die Erkennung der Fluglage ist durch die asymmetrische Haube allerdings doch deutlich besser als beim NT. Somit ist der MP eindeutig meine bevorzugte Wahl, wenn es um Elektrohubschrauber geht.

 

Und wenn ich jetzt noch zwei Hände mehr hätte, dann könnte ich die kleine Hornisse (MP-E, links) zusammen mit der großen Hornisse (3DNT, rechts) im Synchronflug fliegen!

04. Dezember 2006

...und verkauft...

Hmm, ich musste meinen Keller etwas räumen und einige Hubschrauber verkaufen. Und dabei hat es neben dem Rappi 50 eben auch meinen tollen MP-E erwischt.

 

Seuffzzz.

 

Schade.

Weitere Infos auf malle-land.de Weitere Informationen im Internet
Mein 3DNT

Modelle für den Reflex-Simulator
Henseleit Helicopters
Homepage des Herstellers des MP-E

Christof Rothe erstellt und vertreibt die schönen Klebedesigns

Kontronik Homepage
Kontronik stellt den Antriebsmotor des MP-E her.

Plettenberg Homepage
Der Orbit 30-12 von Plettenberg ist ein alternativer Antrieb für den MP-E



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