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Die Schlüter Cobra

Jeder, der sich mit Modellhubschraubern beschäftigt und sich ein wenig für die Geschichte und Entwicklung der Modellhubschrauber interessiert, wird unweigerlich über den Namen Dieter Schlüter "stolpern". Es sind dabei in der Regel zwei Dinge, mit denen man in Berührung kommt:

1. die Modellhubschrauberbibel und

2. der erste funktionierende Modellhubschrauber, die Schlüter Cobra

Mit der "Bibel" ist das Buch von Dieter Schlüter gemeint: "Hubschrauber ferngesteuert" (ISBN 3-7883-1102-9, erschienen im Neckar-Verlag, Villingen-Schwenningen; ich besitze ein Exemplar der vierten Auflage von 1985; eine Originalausgabe ist vermutlich unbezahlbar...). In diesem Buch sind zum ersten Mal die Grundlagen von ferngesteuerten Hubschraubern umfassend und verständlich erklärt worden. Bis auf die Einzelheiten von modernen computerbasierten Fernsteuerungsanlagen und modernen Kreisel hat das Buch nichts von seiner Aktualität verloren.

Viele Anfänger, die in Internetforen wieder und wieder dieselben Fragen stellen, kämen sehr viel schneller voran, wenn sie sich dieses Buch kaufen und durchlesen würden. Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Tatsache, dass Dieter Schlüter die meisten Neuheiten, mit denen zur Zeit versucht wird, neue Hubschrauber zu verkaufen, bereits in den siebziger Jahren entdeckt und ausprobiert hat.

Und die "Cobra" ist der Modellhubschrauber, der zum ersten Mal als Bausatz kommerziell verkauft wurde und damit die Grundlage für dieses faszinierende Hobby legte.

2002 habe ich mir (mal wieder über Ebay) eine ziemlich teure Original-Schlüter-Cobra gekauft. Da ich technisch interessiert bin und mir schon in den achtziger Jahren immer wieder die Prospekte von Dieter Schlüter besorgt hatte, war dieses Angebot auf Ebay einfach unwiderstehlich.

Der Hubschrauber, den ich dann selber in der Nähe von Nürnberg abgeholt habe, ist ausgezeichnet erhalten und von seinem Vorbesitzer wohl nie geflogen worden. Ich hatte ursprünglich vor, den Hubschrauber durch den Einbau der Fernsteuerungskomponenten und Elektronik flugfähig zu machen, aber davon habe ich mittlerweile wieder Abstand genommen. Dazu hat die Cobra einfach einen zu hohen ideellen Wert.

Auf den Bildern sieht man sehr schön den schlanken Rumpf des Kampfhubschraubers, in dem im großen Original zwei Mann Besatzung hintereinander saßen - vorne der Bordschütze, der auch die unter dem Bug angedeutete Kanone bediente und hinter ihm der Pilot.

Die Mechanik ist ganz im Stile von Modellflugzeugen in den Rumpf eingebaut und kann nur zusammen mit dem Rumpf funktionieren. Die selbsttragende Mechanik, die heutzutage bei jedem Hubschraubermodell zu finden ist, ist von Schlüter erst später entwickelt worden.

In seinem Buch schildert Schlüter sehr schön, wie die ersten GFK-Rümpfe noch in der eigenen Wohnung laminiert wurden und wie der erste Bausatz buchstäblich in Nachtarbeit für die Spielzeugwarenmesse in Nürnberg im Jahr 1972 gefertigt und zusammengestellt wurde. Mein Modell stammt vermutlich nicht aus dieser ersten Serie, aber immerhin habe ich auch noch den Pappkarton, die Bauanleitung und die großen DIN A0-Pläne, die zusammen mit der Cobra geliefert wurden.

Auf den Bildern sieht man den Rumpf auch von innen. Wenn man weiß, dass es auch heute nur sehr wenige Bausätze für die Cobra zu kaufen gibt, weil der Rumpf in der Regel viel zu schmal für die üblichen Mechaniken ist, dann kann man erahnen, wie aufwendig es schon damals für Dieter Schlüter gewesen sein muss, diesen Hubschrauber zu entwickeln.

Der Antrieb des Heckrotors erfolgte durch eine LKW-Tacho-Welle. Dies ist das einzige Element, welches bei meiner Cobra noch fehlt; aber die entsprechend benötigte Meterware liegt bereits bei mir Keller.

Dieter Schlüter schreibt in seinem Buch:" Die robuste und solide Konstruktion hält so manchen Bums aus. Das musste sie auch, denn nirgendwo hat jemand praktische Hubschraubererfahrung. Jeder in dieser Zeit fängt bei Null an, und so verzichte ich auch auf den Einbau einer kollektiven Blattverstellung, um alles bewusst einfach zu halten."

Auch der Heckrotor hält einen Vergleich mit heutigen Modellhubschrauberkonstruktionen locker aus: Ansteuerung über Kugelköpfe, um geringstes Spiel zu erreichen, die Heckrotorwelle ist kugelgelagert; nur die Heckrotorblätter aus Holz wird man heutzutage nirgendwo mehr finden.

Wie oben schon beschrieben hat die Cobra keine kollektive Blattverstellung; das heißt der Anstellwinkel der Rotorblätter bleibt konstant und ein Steigen und Sinken des Hubschraubers wird nur über die Motordrehzahl gesteuert. Wie man auf den Bildern sehen kann wird dadurch der Rotorkopf und die Ansteuerung sehr einfach. Die Taumelscheibe wird nur nach vorne und zur Seite gekippt. Die genaue Einstellung des Blattanstellwinkels wurde damals übrigens mithilfe einer Wasserrohrzange gemacht, mit der die Blattgriffe geringfügig verdreht wurden.

Bei der Graupner Bell 212 Twinjet (siehe auch hier) wurde 1973, ein Jahr nach Erscheinen der Cobra, bereits eine kollektive Blattverstellung realisiert. Im Gegensatz zu den meisten modernen Konstruktionen, bei denen die gesamte Taumelscheibe nicht nur gekippt sondern auch vertikal bewegt wird, aber durch eine Steuerstange die von unten durch die hohle Rotorwelle geführt wird. Auf dem Bild erkennt man in der Mitte die Anlenkung dieser Steuerstange; das Servo für die Ansteuerung ist noch weiter auf der linken Seite (aber nicht mehr im Bild).

Und hier sind noch mehr Bilder meiner Cobra.

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